draft

Die Moll-Pentatonik mit Blue-Note

Zurück zum Inhalt

Moll-Pentatonik mit Blue-Note:
Die Moll-Pentatonik mit Blue-Note besteht aus 6 Tönen. Damit müssen wir in einem siebenstufigen System wieder eine Funktion streichen. Am sinnvollsten scheint die obige Darstellung. Die Moll-Pentatonik beherbergt auf der ersten Stufe einen Mollseptakkord, was auch nicht verwundert, da die Moll-Pentatonik in den Skalen dorisch, phrygisch und äolisch enthalten ist. Die tonleiterfremde Blue-Note #11, hier das F#, baut eine im Blues bewusst provozierte Dissonanz auf.

Moll-Pentatonik mit Blue-Note 2. Stufe:
Auf der zweiten Stufe finden wir eine kleine und große Terz, so dass wir wieder umdeuten müssen in #9 und M3. Da die Skala aber bereits eine 9 hat, fehlen jetzt insgesamt zwei Funktionstöne, die 11 und die 7. Sie beherbergt einen Major-6-Akkord. Die Blue-Note #9, hier das F#, baut wieder eine Dissonanz auf.

Moll-Pentatonik mit Blue-Note 3. Stufe:
Auf der dritten Stufe fehlen die Terz und Sexte. Die Skala beherbergt einen Mollseptakkord mit 11. Die Blue-Note b9, hier das F#, baut wieder eine Dissonanz auf.

Moll-Pentatonik mit Blue-Note 4. Stufe:
Auf der vierten Stufe fehlen die None und die Quinte. Die Skala beherbergt einen Mollseptakkord. Die Blue-Note maj7, hier das F#, baut wieder eine Dissonanz auf.

Moll-Pentatonik mit Blue-Note 5. Stufe:
Auf der fünften Stufe fehlen die Terz und Septime. Die Skala beherbergt einen Sus4-Akkord. Die Blue-Note #5, hier das F# (E##), baut wieder eine Dissonanz auf.

Resumé Moll-Pentatonik mit Blue-Note


Die fünf Stufen der Moll-Pentatonik ensprechen offensichtlich den Stufen VIm7 (äolisch), Imaj6 (jonisch), IIm7 (dorisch), IIIm7 (phrygisch) und V7(mixolydisch).

Fazit: Die Moll-Pentatonik gehört zur äolischen Tonleiter auf der sechsten Stufe (VIm7) der jonischen Durtonleiter und wird mit der Blue-Note #11 zur Blues-Skala erweitert.


Die Blue-Note bringt auf jeder Stufe eine Dissonanz hinein, wie wir der folgenden Darstellung entnehmen können:


Anmerkungen zum Blues:

Der Blues unterscheidet nicht primär zwischen Dur und Moll. Die kleine Terz "zieht" man gerne auf die große. Dadurch passen die selben Blues-Licks sowohl auf einen Dominantseptakkord als auch Mollakkord. Bei einem Major7-Akkord verwendet man die parallele Molltonart, also z.B. Blues in A über Cmaj7.
Empirische Beweisführung:
"Lick" über C7:



Der selbe Lick über Cm7:



Bei einem Major7-Akkord geht man auf die parallele Molltonart. Der selbe Lick in C passt also auf Ebmaj7:



Ansonsten werden die klassischen Skalen über die jeweiligen Akkorde gespielt, also z.B. mixolydisch über die Dominantseptakkorde.