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Die Ganztonleiter und ihr übermäßiger Akkord

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Die Ganztonskala enthält nur 6 Töne. Daher funktioniert hier die 7-Ton-Systematik von oben (1., 3., 5., und 7. Ton) wieder nicht eindeutig. Zur Abhilfe streicht man den 4. bzw. 11. Ton und bekommt auf diese Weise wieder die gewohnten 9. und 11. Töne. Den damit aus der Struktur 1-M3-b5-7 entstandenen Akkord C7b5 bezeichnet man als übermäßigen Akkord. Er wird oft verwendet, siehe z.B. am Anfang des James Bond -Themas. Die Ganztonskala finden wir z.B. am Anfang von Stevie Wonders You are the Sunshine of my Life.

Da in vielen Transkriptionen fälschlicherweise z. B. C7b5 statt C7#11 verwendet wird, wenn man eine alterierte Dominante meint, sollte man lieber die Bezeichnung C+7 verwenden, wenn man einen übermäßigen Akkord, also die Aufschichtung dreier großer Terzen möchte.

Alternativ schreibt man den 4. und 5. Ton mit anderem Vorzeichen (enharmonisch ausgetauscht, d.h. die Töne sind klingend identisch), streicht diesmal den 6. bzw. 13. Ton und bekommt die folgende Skala:



Den damit aus der Struktur 1-M3-#5-7 entstandenen Akkord C7#5 bezeichnet man ebenfalls als übermäßigen Akkord. Auch hier wieder die Empfehlung, diesen Akkord als C+7 zu bezeichnen.

In der 12-Ton-Notation würden die beiden übermäßigen Akkorde einfach C4-6-10 und C4-8-10 heißen.

Résumé Ganztonskala

Aus der Ganztonskala lässt sich der sogenannte übermäßige Akkord, eine Aufschichtung zweier großer Terzen gewinnen.