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Die Ganztonleiter und ihre übermäßigen Dreiklänge

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Die Ganztonleiter enthält nur 6 Töne. Daher müssen wir in einem siebenstufigen System auf eine Funktion verzichten. Eine sinnvolle Möglichkeit ist die folgende:

  • Die Ganztonskala enthält, wenn man den 1., 3. und 5. Ton oder den 2., 4. und 6. Ton nimmt, zwei sogenannte übermäßige Dreiklänge, eine Aufschichtung zweier großer Terzen. Übermäßige Dreiklänge werden im Allgemeinen mit einem +, also zum Beispiel C+ bezeichnet.

  • Aufgrund der Symmetrie enthält die Ganztonleiter ausschließlich übermäßige Akkorde.

  • Der erste aus dem 1., 3. und 5. gebildete übermäßige Dreiklang, hier C+, mit der Funktion 1-M3-b13 kann als Vertreter für die alterierte Dominante (MM7 oder HM5) auf der fünften Stufe stehen und in den 1-Akkord leiten, siehe hier.

  • Der zweite aus dem 2., 4. und 6. Ton gebildete übermäßige Dreiklang mit der 1 im Bass, hier D+ mit C im Bass, mit der Funkton 9, #11 und 7 kann als Vertreter für die Sekundärdominante (MM4), hier C7/9/#11, verwendet werden, siehe hier.

  • Übermäßige Akkorde werden oft verwendet, siehe z.B. am Anfang des James Bond -Themas. Die Ganztonskala finden wir z.B. am Anfang von Stevie Wonders You are the Sunshine of my Life.