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Die Halbton-Ganztonleiter und ihre verminderten Septakkorde

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Auch hier die Herausforderung, eine Tonleiter mit 8 Tönen mit einem 7-Ton-System beschreiben zu wollen. Das heißt die Skalen sind enharmonisch nicht eindeutig. Am sinnvollsten scheint aber die folgende Darstellung für die verminderte Halbton-Ganztonleiter:

Halbton-Ganztonleiter:
  • Aufgrund der Symmetrie der Skala ergibt die Aufschichtung des 1., 3., 5. und 7. Tons genauso wie die Aufschichtung des 2., 4., 6. und 8. Tons usw. jeweils immer einen verminderten Akkord.

  • Verminderte Akkorde können von der b9, M3, 5 oder 7 eines jeden V7b9-Akkords aus startend, diesen ersetzen.
    Da der Ersatz vollständig ist, gilt im im Umkehrschluss auch, dass jeder V7b9 jeweils im Abstand von einer kleinen Terz durch einen anderen V7b9 ersetzt werden kann.

  • Häufig wird der verminderte Akkord aufgrund seiner 1-#9-#11-13-Struktur als Ersatz für eine Sekundärdominante verwendet. Die #9 spricht zwar für die Verwendung als alterierte Dominante, die 13 aber für eine Sekundärdominante. Auf der fünften Stufe wird der verminderte Akkord in der Regel nicht verwendet.

  • Über den verminderten Akkord wird die Ganzton-Halbtonleiter (siehe unten), über den V7b9 entsprechend die Halbton-Ganztonleiter gespielt.


Ganzton-Halbtonleiter:
Die Ganzton-Halbtonleiter steht auf der zweiten Stufe der Halbton-Ganztonleiter (und umgekehrt):

  • Die Funktionsbezeichnungen 1-m3-b5-b7 usw. sind eher akademischer Natur, da man bei der Halbton-Ganztonleiter und bei der Ganzton-Halbtonleiter eher auf die enthaltenen verminderten Akkorde und deren Funktion als Ersatzdominante und -sekundärdominante fokussiert.

  • Aufgrund der Symmetrie der Skala ergibt die Aufschichtung des 1., 3., 5. und 7. Tons genauso wie die Aufschichtung des 2., 4., 6. und 8. Tons usw. ausschließlich verminderte Akkorde.