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Blues-Verschieber als solistisches Stilmittel

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Wir betrachten hier zum einen das Spiel von Triolen mit Tonfolgen bestehend aus immer denselben 2, 4 oder 5 Tönen und zum anderen das Spiel von Achtel oder Sechzehntel mit Tonfolgen bestehend aus immer denselben 3, 5, 6, etc. Tönen. Dadurch, dass im ersten Fall die Anzahl der Töne pro Tonfolge weder durch drei teilbar noch ein Vielfaches von drei ist und im zweiten Fall die Anzahl der Töne weder durch vier teilbar ist, noch ein Vielfaches von vier ist, verschiebt sich die Tonfolge im Takt permanent. Diese sogenannten Verschieber werden sehr häufig als solistisches Stilmittel eingesetzt und sind vor allem im Blues anzutreffen. In den folgenden Beispielen wird beispielhaft eine Folge aus der E-Bluestonleiter über Blues in E gespielt.


Das kleinste gemeinsame Vielfache (kgV):

Über das kleinste gemeinsame Vielfache (kgV) kann man ausrechnen, wann die Tonfolge jeweils wieder auf einer vollen Zählzeit (>) und/oder auf der Eins ist (^): Das kgV ergibt sich über die Primfaktorzerlegung. Zum Beispiel ist das kgV von 15 und 6: kgV(15,6) = kgV(3*5, 2*3) = 3*5*2 = 30, d.h. jede gemeinsame Primzahl wird nur jeweils einmal gezählt.

Wir schauen uns die folgenden Verschieber-Typen an:


Résumé

In diesem Kapitel wurden die sogenannten Blues-Verschieber als solistisches Stilmittel vorgestellt. Dabei handelt es sich um kleine, immer wieder gleichartig wiederholte Tonfolgen, wobei die Anzahl der Töne in der Sequenz weder durch die Anzahl der gespielten Töne pro Schlag teilbar ist, noch ein Vielfaches darstellt. Dadurch verschiebt sich die Sequenz permanent im Takt. Hier wurden die gängigsten Verschieber vorgestellt und aufgezeigt, wie berechnet werden kann, wann die Tonfolge wieder auf einem Schlag und/oder auf einer Eins beginnt.